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Gabelfedern wechseln
Freitag, 30 November 2007

Wie wechsel ich die Gabelfedern bei der Yamaha Vmax?

 

Um die original Gabel etwas zu verbessern ist zu Zubehör Gabelfedern zu

raten. Gute Erfahrungen wurden mit White Power

(http://www.white-power.de/), Wilbers / Technoflex

(http://www.wilbers.de) als auch Hyperpro (siehe Wilbers) gemacht.

Die Wirth (http://www.wirth-federn.de) Federn sind im Vergleich recht

hart und so nicht unbedingt für jeden geeigent, eventuell ist es besser

wenn man diese mit 10er statt mit 15er Öl fährt.

Der Einbau ist recht einfach.
Zuerst sollte man die Max auf den Hauptständer stellen, dann hinten

belasten, dass das Vorderrad sich vom Boden abhebt. Nun sollte eine 2.

Person unter dem Motor mit z.B. einem Holzblock unterlegen, damit das

Vorderrad in der Luft bleibt. Jetzt kann man entspannt zum Arbeiten

anfangen. Beim Wechsel der Federn würde es sich Empfehlen auch das Öl

gleich mit zu tauschen. Da aber bei den neueren Modellen keine

Ablassschraube vorhanden ist muss die Gabel ausgebaut werden, was

jedoch nicht weiter schwierig ist.

Bremssättel abschrauben und irgendwo am Motorrad befestigen, damit die

Leitungen nicht unter Spannung sind und die Sättel nirgendwo

gegenschlagen können. Bitte jetzt NICHT den Bremshebel betätigen.
Achse lösen und Rad ausbauen

Die verchromten Plastik-Ventilkappen oben an den Gabelholmen entfernen
Durch Eindrücken des Ventils den Luftdruck ablassen
Mit großem Schlüssel (27er Nuss?) vorsichtig die oberen Verschraubungen

der Gabelholme öffnen, Verschraubung entfernen (Unterlagscheibe nicht

verlieren), Hülsen aus den Holmen nehmen, Gabelfuss nach oben schieben

bis die Feder zu sehen ist, dann diese langsam entnehmen (das Öl etwas

abtropfen lassen oder gleich irgendwie mit nem Lappen rausnehmen, sonst

gibts ne Sauerei).
Zum Wechsel des Öl's die je 3 Klemmungen an der Gabelbrücke öffnen (6er

Inbus) und dabei die Holme festhalten, die Holme erneut

zusammenschieben und unten ohne zu verkanten aus der Brücke heraus

ziehen.

Holme über einem Eimer umdrehen und das Öl auslaufen lassen (etwas

warten)

Ergänzung von Maggi... Zitat:
die Holme ein paar mal "pumpen", dann fließt das Öl schneller aus.
die Holme wieder einbauen, neue Gabelfedern einsetzten (auf Einbaulage

achten! Der enger gewickelte Teil sollte unten sein).

Das neue Öl (in der Regel 10er und das billigste reicht hier vollkommen

aus - ein Bekannter nimmt hier schon seit Jahren normales Motoröl und

es funktioniert super)...

... einfüllen und zwar am besten nicht die ml messen sondern die

Luftkammer:

Gabelfuss GANZ nach oben schieben nun langsam Öl einfüllen und dabei

die Luftkammer messen. Die Luftkammer ist der Bereich zwischen

Oberkante Gabelholm und Ölstand im Holm.
Wie groß die Luftkammer sein sollte, sollte durch den Feder Hersteller

vorgegeben sein.
Wer sich auskennt kann mit den Werten Öl-Viskosität, sowie mit der

Luftkammer etwas spielen zum abstimmen.

Die Gabelfüsse wieder herausziehen
geg. die Hülsen wieder einsetzten (nicht bei Wirth), Unterlagscheibe

auflegen, Verschraubung mit dem entsprechenden Drehmoment wieder

aufschrauben. Am Besten ist man(n) hier zu zweit, der eine drückt die

Feder nach unten und der andere schraubt dabei vorsichtig die

Verschraubung wieder ein.

Jedoch Acht geben, dass das Gewinde dabei nicht beschädigt wird (gerade

ansetzten)
falls gewünscht wieder Luft mit KLEINER Luftpumpe nachfüllen (auf

keinen Fall zuviel!!!) - aber in der Regel ist dies nun nicht mehr

notwendig.

Wenn man schon an der Gabel am Arbeiten ist, so kann man auch die

Tauchrohre auf Schmutz und Steinschl?ge untersuchen - den Schmutz

sollte man entfernen, bei den Steinschlägen muss man sich im Klaren

sein, dass diese die Simmeringe beschädigen (sofern diese im

Eintauchbereich sind).

Jetzt noch den Rest wieder anbauen und ALLE Schrauben auf das korrekte

Drehmoment überprüfen!
Bei den Bremssätteln darauf achten, das die Beläge wieder korrekt

sitzen - sprich einer links der andere rechts der Bremsscheibe.

Fertig

Bei alten Gabeln die noch die Verbindung zwischen den Holmen haben

(Luftdruckausgleich) sieht der Ausbau etwas anders aus! Es ist jedoch

immer Ratsam vor jeder Arbeit einen Blick in das Werkstatthandbuch zu

werfen!

Viel Spass beim Basteln

PS: Wer Lust hat kann einmal versuchen die Gabelholme bis zu 1,5 cm

(beide exakt um den gleichen Betrag) oben überstehen zu lassen. Somit

wird die Max etwas agieler, jedoch kann sie auch dadurch stärker zum

Pendeln neigen!

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 30 November 2007 )
 

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